Ixxcon Pflegedienstverkauf Blog

„Pflegedienst in Niedersachsen schließt wegen Fachkräftemangel“

1. Wenn ein Dienst wg seines individuellen Fachkraftdefizites die im Versorgungsvertrag geforderten Mindestpersonalvoraussetzungen nicht mehr erfüllt und deshalb schließt, so ist diese Situation doch in Wirklichkeit das Ende einer langen Spirale, die eigentlich ganz woanders begonnen haben dürfte und uns dieses unternehmerische Ziel in der Branche vor Augen führt:
PFLEGEDIENSTE BESSER MANAGEN!
Wie oft begegnen mir noch immer Dienste mit wackeligen Dienstplänen und unsicheren Regelungen zum freien Wochenende! Wie oft sehe ich in den Tourenplänen Fachkräfte eingesetzt in der Grundpflege oder in der Hauswirtschaft! Ist es da denn wirklich überraschend, wenn Fachkräfte mit den Füßen abstimmen?

2. In der Beratung rund um das Thema Betriebsnachfolge, Kauf & Verkauf von Pflegediensten begegnet mir genau vor dem Hintergrund des angespannten Fachkraftmarktes immer häufiger der Käufer-Typ, dessen Motivation zum Kauf eines weiteren Dienstes einzig der Zugang zu qualifizierten Mitarbeitern ist. Und dieser Käufertyp sind bei weitem weder die vielzitierten "Heuschrecken", noch sind es nur große institutionelle Käufer - nein, es sind auch Inhaber kleinerer und mittelgroßer Dienste, die sich so proaktiv mit ihrem ja bekannten Engpass-Thema Personal beschäftigen!

3. Und der personelle Engpass am eigenen Standort fällt ja nicht vom Himmel – er läßt sich prognostizieren. Wo ich als mit dem Fachgebiet "Unternehmensbewertung Ambulante Pflegedienste" in der Sachverständigenrolle des Deutschen Gutachter und Sachverständigen Verbandes e. V. (DGSV) eingetragener Unternehmensbewerter für unsere Kunden Pflege-Standortanalysen erstelle, da bieten diese auch einen professionellen Blick in die Zukunft. So prognostizieren wir nicht nur, wie sich die Pflegebedarfe und zukünftige Pflegestrukturen entwickeln, sondern quantifizieren auch den zukünftigen Pflegekraftbedarf für den Standort.

Beispiel gefällig? Hoch oben im Norden Niedersachsens beträgt im Landkreis Stade im Jahr 2030 die Lücke zwischen Personalbedarf und Personalangebot im ambulanten Pflegedienst voraussichtlich 203 Vollzeitäquivalente. Diese Lücke zwischen Personalbedarf und Personalangebot im ambulanten Pflegedienst entspricht 62 Prozent des vorhandenen Personalangebotes im Jahr 2013. Das lässt sich z.B,. vergleichen mit dem Bundesland Niedersachsen selbst: dort liegt diese Lücke „nur“ bei 48%.
Weitere Infos zum Thema: www.servicegesellschaft-pflege.de/leistungen/standort-und-bedarfsanalysen.html

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Stefan Boddenberg ist als Mitglied des Deutschen Gutachter und Sachverständigen Verband e.V. berechtigt, die Bezeichnung "Sachverständiger für Unternehmensbewertung Pflegedienste" zu führen.

Stefan Boddenberg
DGSV
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