Ixxcon Pflegedienstverkauf Blog

Pflegedienstverkauf auf eigene Faust - oder lieber mit Makler?

Eine Anzeige in Tages- oder Fachpresse schalten, im Internet Anzeige online stellen (z.B. www.xing.com/communities/forums/100040647) oder nette Mitbewerber am lokalen Markt direkt ansprechen - Pflegedienstverkauf im do-it-yourself kann nicht wirklich schwierig sein. Ist es auch nicht. Dumm nur, wenn Sie als Verkäufer auf diesem Weg zu früh aus der Deckung der Anonymität kommen und Sie plötzlich feststellen müssen, dass Ihre Mitarbeiter abgeworben werden, Geschäftspartner verunsichert sind und Kunden kündigen. Viel zu riskant - und arbeitsaufwendig ist es übrigens auch!

Also doch einen Makler einschalten? Auch das ist leider nicht in jedem Fall der richtige Weg! Wenn ein Unternehmensvermittler gänzlich ohne pflegewirtschaftliche Kenntnis oder pflegerechtliches know-how und quasi zufällig in der Branche herumirrt, so ist das weder für den Verkäufer noch für den Käufer von Vorteil. Vorsicht ist auch dann geboten, wenn der Makler ....

  • ..... schon beim Erstgespräch mit seinem späteren Mandanten auf einen Auftrag drängt
  • ..... mit einer überraschend hohen Preisschätzung aufwartet
  • ..... den Eindruck erweckt, er hätte schon einen konkreten Interessenten.

 

Aber auch hinsichtlich der Honorierung der Leistung des Maklers sollte der Pflegedienst-Inhaber auf der Hut sein, denn ...

  • Erfolgsprovisionen oberhalb von 7 Prozent (netto) sind überzogen!
  • Vorkasse und monatliche (!) Pauschalgebühren sind unseriös!
  • Unredlich ist es, wenn ein Makler z.B. für jedes noch so kurze Gespräch mit Steuerberatern, Anwälten oder Interessenten vor Ort Rechnungen erstellt!

 

Wie sieht nun die Alternative zum Makler einerseits und Selbermachen andererseits aus?  Idealerweise beauftragen Sie ein Beratungsunternehmen, das sich nicht als reiner Makler versteht, sondern Sie als "Partner auf Zeit" auf dem Weg zu Ihrem individuell besten Betriebsnachfolger berät und Sie mit pflegewirtschaftlicher Kenntnis & pflegerechtlichem know-how sachkundig bis hin zur Einarbeitung des "Neuen" durch den gesamten Prozess begleitet. Bei dessen Auswahl achten Sie idealerweise vor allem auf diese Kriterien:

  • Die persönliche "Chemie" zwischen Ihnen und dem Berater stimmt & der Umgang ist respektvoll
  • Faire Kombination aus leistungsabhängigem (!) Honorar und erfolgsabhängiger Provision
  • Erfolgsprovision braucht max 7% (netto) nicht zu übersteigen

 

Selbstverständlich verstehe ich mich selbst als einen solchen Berater und kann auch einzelne regional aktive Kollegen auf Anfrage (Kontaktformular hier neben dem Blog) sehr gerne empfehlen.  Empfehlungen für branchenerfahrene seriöse Berater gibt es aber auch z.B. bei den (kleineren) Berufsverbänden, großen deutschen Geschäftsbanken oder auch nationalen Anbietern von Software und Abrechnungsleistungen innerhalb der Branche.

Haben Sie Fragen?

Stefan Boddenberg ist als Mitglied des Deutschen Gutachter und Sachverständigen Verband e.V. berechtigt, die Bezeichnung "Sachverständiger für Unternehmensbewertung Pflegedienste" zu führen.

Stefan Boddenberg
DGSV
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