Bilanz

Die Bilanz als Begriff aus dem kaufmännischen Bereich ist der Überbegriff für die Auflistung von Aktiva und Passiva. Die Bilanz bildet zusammen mit der Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) den Jahresabschluss. Bei den Aktiva handelt es sich um alle Vermögensgegenstände, die sich zum Stichtag im Unternehmen befinden (sowohl langfristiges Anlage- als auch kurzfristiges Umlaufvermögen). In den Passiva sind die Quellen des Vermögens aufgelistet, also das Eigen- beziehungsweise das Fremdkapital. Effektiv handelt es sich bei der Bilanz also um eine Gegenüberstellung von Verwendung und Herkunft der im Unternehmen vorhandenen Mittel. Die Aktiva stehen in der Bilanz auf der linken, die Passiva auf der rechten Seite.

Eine Bilanz wird für gewöhnlich zur Gründung eines Unternehmens sowie darauffolgend zum Ende jedes weiteren Geschäftsjahres erstellt. So lassen sich unter anderem die Entwicklung von Aktiva und Passiva verfolgen.

Ein Einzelunternehmen, das bestimmte Beitragsgrenzen überschreitet, ist bilanzierungspflichtig. Diese Beitragsgrenzen sind 60.000 Euro Gewinn oder 600.000 Euro Umsatz in einem Wirtschaftsjahr. Die GmbH, ihre Unterform UG und die KG sind aufgrund ihrer Geschäftsform zur Aufstellung einer Bilanz verpflichtet. Bilanzierungspflichtige Unternehmen müssen zudem eine Handels- sowie eine Steuerbilanz erstellen. Letztere richtet sich an das Finanzamt und hilft dort dabei, die zu zahlenden Steuern für das Unternehmen festzulegen.

Für Pflegeunternehmen gelten hinsichtlich der Bilanzierungspflicht die gleichen Voraussetzungen wie in anderen Branchen. Die Bilanz stellt zwar einen gewissen bürokratischen Aufwand dar, kann aber ab einer gewissen Unternehmensgröße auch Transparenz schaffen. Die handelnden Personen haben mit einer Bilanz regelmäßig einen klaren finanziellen Spielraum vorgegeben, in dem agiert werden kann. Im sich ständig in Bewegung befindlichen Pflegemarkt kann dies bei der mittel- und langfristigen Planung einen signifikanten Vorteil darstellen.

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