Earn-Out

Die Earn-Out-Klausel wurde früher häufig „Besserungsschein“ genannt. Die Klausel definiert den Anteil des Kaufpreises, der abhängig von der zukünftigen Unternehmensentwicklung erst zu einem späteren Zeitpunkt zu zahlen ist.

Die Earn-Out-Klausel dient unter anderem der Risikoverteilung zwischen den Vertragsparteien. Der Käufer zahlt zunächst einen niedrigeren Kaufpreis, der sich aber, bei Erfüllung bestimmter definierter Ziele, noch erhöhen kann. Verkäufer erhalten zu Beginn die geringere Summe, können aber auf den zukünftigen Unternehmenserfolg spekulieren. Dem Verkäufer bietet sich damit die Chance, insbesondere bei einer stark auf zukünftige Erfolge abgestellte Unternehmensbewertung, an einer positiven Entwicklung noch mit zu partizipieren. Gleichzeitig können Earn-Out-Klauseln dazu verwendet werden, die abgebende Partei für eine Übergangszeit weiter an das Unternehmen zu binden, wodurch sie selbst zur Erfüllung der Ziele beitragen.

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