Geschäftsführung

Die Geschäftsführung besteht im deutschen Gesellschaftsrecht aus einer oder mehreren natürlichen Personen. Mitglieder der Geschäftsführung sind mit der Führung der Geschäfte in einem Unternehmen oder einer Personenvereinigung beauftragt. Der Begriff der Personenvereinigung ist umfassend und beinhaltet Unternehmensformen, wie die Personengesellschaft und die Kapitalgesellschaft, aber auch andere Vereinigungen, zum Beispiel eingetragene Vereine (e.V.).

Zusätzlich zur Führung der Geschäfte ist die Geschäftsführung als Organ für die gerichtliche und außergerichtliche Vertretung des Unternehmens verantwortlich. Weitere Aufgaben der Geschäftsführung umfassen die Definition und Umsetzung der Unternehmensziele sowie die Unternehmensplanung, Organisation und Kontrolle.

Im Allgemeinen kann die Geschäftsführung durch die Gesellschafterversammlung bestellt und abberufen werden. Ein geschäftsführender Gesellschafter übernimmt selbst die gesamte oder Teile der Geschäftsführung. Dies ist beispielsweise in einer offenen Handelsgesellschaft oder einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts der Fall. In beiden Fällen haben alle Gesellschafter das Recht zur Führung der Geschäfte. Aus diesem Grund ist häufig ein einstimmiges Votum der Gesellschafter über die Vornahme einer Handlung nötig, im Gesellschaftsvertrag können jedoch Abweichungen von dieser Regelung festgehalten werden.

In einer GmbH kann eines der Mitglieder der Gesellschaftsversammlung als geschäftsführender Gesellschafter auftreten. In einem solchen Fall muss trotz des Status als Gesellschafter ein rechtskräftiger Arbeitsvertrag abgeschlossen werden.

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