Oligopol

Das Oligopol ist der Fachbegriff für eine Marktform in der Wirtschaft, in der wenige Anbieter vielen Nachfragern gegenüberstehen. Damit unterscheidet sich das Oligopol gegenüber dem Monopol, bei dem es nur einen Anbieter gibt, der die Nachfrage bedient.

Es gibt zwei verschiedene Arten eines Oligopols. Bei einem homogenen Oligopol handelt es sich bei den Leistungen oder Gütern der Anbieter um Substitute, bei denen aus Sicht der Nachfrager keine Präferenzen zwischen den unterschiedlichen Anbietern bestehen. Bei einem heterogenen Oligopol gibt es gewisse Unterschiede zwischen den Angeboten der verschiedenen Anbieter, aufgrund derer die Nachfrager eine Präferenz entwickeln können.

In einem Oligopol besteht zwischen den verschiedenen Anbietern eine Interdependenz. Das bedeutet, die Entscheidungen eines Anbieters haben Einfluss auf die anderen Anbieter, zum Beispiel bei Preispolitik. Dieser Umstand sorgt häufig für einen regen Wettbewerb unter den Anbietern. Preisabsprachen, zum Beispiel durch die Bildung eines Kartells, sind dagegen verboten und werden in Deutschland durch das Wettbewerbsrecht untersagt.

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