Unternehmensform

Die Wahl der Unternehmensform birgt für Pflegedienste finanzielle Implikationen. Je nach gewählter Unternehmensform gelten andere Regeln unter anderem bei Gewinnausschüttung, Buchführung und Haftung für Verluste. Einige der beliebtesten Unternehmensformen für Pflegedienste sind das Einzelunternehmen, die Unternehmergesellschaft (UG) oder die GmbH.

Einzelunternehmen eignen sich gut für Existenzgründer. Sie können bürokratisch unkompliziert gegründet werden und benötigen keine Mindestkapitaleinlage. Inhaber verfügen über große Entscheidungs- und Verfügungsgewalt und haben alleinigen Anspruch auf den erwirtschafteten Gewinn. Nachteilig ist die Haftung bei Verlusten oder Insolvenz, die über das Privatvermögen des Inhabers erfolgt.

Die Unternehmensformen der UG und GmbH benötigen jeweils Gesellschafter. Besteht kein großes Stammkapital, ist die Unternehmergesellschaft bei Gründung eines Unternehmens die bessere Wahl. Sie kann ohne Einlage gegründet werden, allerdings muss das Stammkapital in den nächsten Jahren aus dem erzielten Jahresüberschuss aufgebaut werden. Eine GmbH benötigt für die Gründung ein Stammkapital in Höhe von 25.000 Euro, dafür fällt bei ihr die Verpflichtung zur Bildung von Rücklagen weg. Beiden Unternehmensformen ist gemein, dass bei Verlusten oder Insolvenz das Privatvermögen der Gesellschafter in der Regel unberührt bleibt.

Die Unternehmensform beeinflusst auch den Verkaufsprozess: Für Einzelunternehmen wird häufig ein Asset Deal gewählt, bei UG und GmbH werden Unternehmensanteile über einen Share Deal an den oder die Käufer abgetreten.

Λ